Wasted-Words about Doubleclick Ad Exchange
Über den Internetdienstleister Google wird es zukünftig für Betreiber von Webangeboten möglich sein, freie Flächen für grafische Online-Werbung anzupreisen! Ende letzter Woche (18.09.2009) startete Google den Marktplatz Doubleclick Ad Exchange, über diesen Mediaagenturen und Werbetreibende Werbeflächen ersteigern können. Dabei entscheidet ein Echtzeit-Auktionsmechanismus, ähnlich wie ihn Google im Suchmaschinenmarketing einsetzt, über den Preis. „Jeder Werbeplatz bekommt dann seinen eigenen Preis, und zwar das jeweils höchste Gebot in diesem Moment. Die Seitenbetreiber erhöhen damit ihre Umsätze und die Werbetreibenden können die Reichweiten für ihre Kampagnen leichter buchen”, sagte Laurent Cordier, Ad Exchange European Sales Director bei Doubleclick, gegenüber FAZ.net. „Der Doubleclick-Werbemarktplatz ist eine wichtige Investition für Google und wird – nach unserer Einschätzung – zum Wachstum des Display-Werbemarkts beitragen”, so Cordier weiter.
Google teilt sich die Werbeeinnahmen mit den Publishern, die ihr freies Inventar anbieten und über den Marktplatz versteigern. Der wohl größte Vorteil für die Publisher liegt darin, dass Google die Rechnungslegung mit den verschiedenen Netzwerken übernimmt. Der Publisher erhält seine Vergütung aus einer Hand und muss nicht eigenständig mit den verschiedenen Netzwerken abrechnen! Natürlich ist auch die Steuerung sowie Optimierung von einer einzigen Plattform aus ein klarer Vorteil.
Denn bisher vermarkten circa 400 Unternehmen die Werbeplätze der verschiedener Internetanbieter. „Es gibt keine Konsolidierung, die es dem Kunden einfacher machen könnte, einen Einstieg und Orientierung bei den Angeboten zu finden.“, wie es André Vatter auf basicthinking treffend beschrieben hat. „Für Werbekunden ist es schwierig, Inventar zu kaufen, weil die Sites so fragmentiert sind“, sagt Laurent Cordier gegenüber Internetworld.de. Wenn es gelinge, diesen Markt effizienter zu gestalten, winke großes Potenzial. „Mithilfe dieses offenen Marktplatzes, in dem Preise in Echtzeit-Auktionen festgesetzt werden, ermöglicht der Ad Exchange eine weitaus effizientere Zuweisung von Displaywerbeflächen und -anzeigen.“
Wer heute eine Kampagne buchen möchte, muss mit zahlreichen Vermarktern und Agenturen sprechen. „Die Werbekunden blicken nicht mehr durch und investieren daher weniger in Display-Werbung. Auf der anderen Seite ist die Reichweite vieler Seiten stark gewachsen, aber die Hälfte des Inventars wird überhaupt nicht oder nur zu sehr geringen Preisen verkauft. Es gibt also ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf diesem Markt. Eine Analogie: Ein Flugzeug fliegt mit vielen Sitzen, die entweder leer bleiben oder ganz billig verkauft werden, während am Gate noch viele Menschen warten. Wir glauben, dass dieses System verbessert werden kann. Unsere Technologie kann helfen, dem Display-Markt zu einem schnelleren Wachstum zu verhelfen”, sagte Cordier gegenüber FAZ.net. Google erstrebt also Transparenz und erhofft sich mehr Gewicht im Bereich Display Advertising zu erhalten. Dafür nimmt das Unternehmen auch direkt Adwords-Käufer und Adsense-Verkäufer auf dem Weg in die neue Doubleclick Ad Exchange mit an die Hand. Ebenfalls sollen andere Werbenetzwerke dafür gewonnen werden, sich an dem Handel auf dem Marktplatz zu beteiligen um die kritische Masse auf dem Marktplatz zu erreichen.
Hier ein Video von Google mit beschreibenden Bildern wie Worten zu Doubleclick Ad Exchange:
Für mehr Informationen geht es hier zum offiziellen Blog von Doubleclick.
Weitere interessante Berichte über Doubleclick Ad Exchange findest Du hier:
Internetworld über Doubleclick Ad Exchange
FAZ über Doubleclick Ad Exchange
Basicthinking über Doubleclick Ad Exchange
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